Wenn du erfolgreich vermieten möchtest, kommst du nicht umhin, deine Ferienwohnung gekonnt zu fotografieren. Denn schöne Fotos verkaufen deine Wohnung interessierten Betrachtern besser als jede Beschreibung es könnte. Woran das liegt? Die Beschreibung deines Inserates spricht vor allem die Bereiche des Gehirns an, die Daten rational „verarbeiten“. Beim Lesen gleichen wir unsere Ansprüche mit der Realität ab. Damit der Gast tatsächlich bucht, braucht es aber auch ein emotionales Element. Die Wohnung sollte positive Gefühle im Gast wecken, um ansprechend und überzeugend zu sein. Genau hier kommen Fotos ins Spiel. Wenn die Wohnung schön und einladend präsentiert wird, bucht dein Gast auch eher. In diesem Artikel zeige ich dir deshalb, wie du perfekte Fotos für deine Ferienwohnung bekommst.

Selber fotografieren oder den Fotograf fotografieren lassen?

Klären wir zunächst die Frage, ob es eigentlich in Ordnung ist, die Fotos selbst zu machen oder ob man nicht besser einen Profi die Ferienwohnung fotografieren lässt. An der Antwort scheiden sich die Geister. 

Fotos vom Fotografen

Gerade Profifotografen würden dir sicherlich immer zum professionellen Foto raten. Und das hat tatsächlich Vorteile, nicht nur, weil es dir Arbeit abnimmt. Ein guter Profi kann deine Ferienwohnung so fotografieren, dass sie wirklich im besten Licht dargestellt wird. Das bessere Foto macht also nicht nur die Technik. Fotografie wird erst dann beeindruckend gut, wenn ich auch das Handwerk hinter der Technik verstehe und diese einzusetzen weiß.  Perfekt inszenierte Hochglanzfotos, wie du sie vielleicht von noblen Hotels kennst, wirst du daher häufig nur mit einem professionellen Fotografen bekommen. 

Eigene Fotos

Das “Selbermachen” kann durchaus eine adäquate Option sein, die das Budget schont. Setzt du dabei einige meiner Tipps um, können sich die Ergebnisse eventuell schon eher sehen lassen. Zudem können zu überzogene Fotos auch eine gewisse Distanz aufbauen, die gerade bei privat geführten kleinen Ferienwohnungen nicht unbedingt förderlich ist. 

Ich rate dir professionelle Fotos vor allem immer dann machen zu lassen, wenn du dich selbst nicht in der Lage siehst, ein wirklich sehr gutes Ergebnis zu erzielen. So sollte die Messlatte gelegt sein, vor allem dann, wenn du auf Portalen wirklich mehr erreichen möchtest als deine Konkurrenz. 

Hochwertige Fotos sind essenziell, um ein bestmögliches Maß an Preisakzeptanz herzustellen. Dies gilt im Übrigen für einfacher ausgestattete Ferienwohnungen und Luxus-Ferienhäuser gleichermaßen. Wer sich hochwertiger präsentiert, kann auch immer einen höheren Preis abrufen. Möchtest du erst mal selbst zur Kamera greifen und Fotograf werden, dann lese aufmerksam weiter…

Ferienwohnung fotografieren: 3 Tipps, mit denen es klappt

Hast du dich entschieden, deine Ferienwohnung selbst zu fotografieren, werden dir die folgenden drei Tipps helfen, das Beste aus deinen Fotos herauszuholen. Du kannst die drei Tipps dabei als aufeinanderfolgende Schritte betrachten – fange also an der Basis an und nimm dir schon im Vorfeld ausreichend Zeit, das Projekt „Ferienwohnung fotografieren“ zu planen. Einfach spontan drauflos zu fotografieren, bringt nur selten zufriedenstellende Ergebnisse.

Tipp #1: Nutze die richtige Technik

Es ist verlockend, einfach das Smartphone für die Fotos zu nutzen. Wenn du allerdings nicht gerade über die neueste Generation des besten iPhones verfügst, solltest du diesen Gedanken schnell wieder zur Seite legen. Natürlich besitzt nicht jeder professionelle Kameratechnik. Frage also zunächst in deiner Bekanntschaft nach, nicht selten hat dort jemand die passende Technik zu Hause. Ist das nicht der Fall, informiere dich über die Möglichkeiten, hochwertige Technik zu leihen. Das geht schon für wenige Euros am Tag und ist eine sinnvolle Investition.

Wenn deine Wohnung über kleine, schmale Räume oder Balkone verfügt, überlege, dir zusätzlich ein Weitwinkelobjektiv zu leihen. Damit erhältst du an Orten wie diesen die besten Ergebnisse. Auch ein Stativ ist immer von Vorteil, da du damit verwackelte Fotos vermeidest. Alternativ kannst du den Raum auch von einem Hocker aus leicht erhöht fotografieren.

Set Up beim Ferienwohnung fotografieren
Mit dem passenden Equipment lässt sich deine Ferienwohnung perfekt in Szene setzen.

Achte außerdem darauf, in der richtigen Qualität zu fotografieren. Eine hohe Auflösung ist ein Muss, ebenso die passende Belichtung. Setze dich vorab mit den Einstellungsmöglichkeiten der gewählten Kamera auseinander und schaue dir das eine oder andere Tutorial auf YouTube an. Dasselbe gilt für die Nachbearbeitung, welche nochmal einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Tipp #2: Wähle die richtigen Motive

Um mit den Fotos zu überzeugen, sollten zudem bestimmte Motive zu sehen sein. Hier eine Auswahl der wichtigsten Elemente, um deine Ferienwohnung zu präsentieren:

Räumlichkeiten und Umgebung

Es hat sich gezeigt, dass Gäste ganz bestimmte Bilder von deiner Ferienwohnung sehen möchten. Dazu gehört mindestens ein Bild von jedem Raum – auch von Nebenräumen wie Küche, Bad und Flur sowie Bilder der Außenanlage, des Gartens, der Aussicht und der Balkone. Zusätzlich kannst du Fotos der Umgebung hinzufügen, welche dem Gast ein Bild davon vermitteln, wo er unterkommen wird. Sei nicht sparsam mit den Fotos und fotografiere wichtige Elemente gern auch mehrfach aus verschiedenen Perspektiven. Am Ende deiner Fotosession solltest du genügend Unterkunfts- und Umgebungsfotos gemacht haben, um Buchungsportale oder deine eigene Vermieter-Website ausreichend damit ausstatten zu können.

Stimmungsvolle Details

Zusätzlich solltest du Fotos wichtiger oder besonders schöner Details aufnehmen. Diese sollten stimmungsvoll in Szene gesetzt sein, denn sie sind besonders dazu geeignet, den Wunsch nach einem Aufenthalt in deiner Wohnung zu wecken. Punkte, die deine Wohnung von der Konkurrenz abheben, sind hier besonders relevant und sollten sich auch in deinen Fotos widerspiegeln. Hab keine Angst, zu viele Fotos zu machen: Du wirst später nicht gelungene Fotos ohnehin aussortieren.

Realität

Richte deine Wohnung vorher so her, wie deine Gäste sie auch bei der Anreise vorfinden. Stelle sie im besten Licht dar, bleibe aber authentisch und ehrlich. Zeige also nicht etwas, was deine Gäste bei ihrer Anreise nicht vorfinden werden – das führt sonst nur zu Enttäuschungen und schlechten Bewertungen.

Tipp #3: Achte auf Licht, Wetter und Jahreszeit

Damit deine Wohnung wirklich im besten Licht erscheint, solltest du wortwörtlich auf dieses achten. Bevorzuge dabei natürliches Licht. Am besten ist es, wenn du deine Ferienwohnung im Sommer morgens oder spätnachmittags bei niedrigem Lichteinfall fotografierst und auf künstliche Lichtquellen verzichtest. Lampen, die Stimmung erzeugen, kannst du jedoch gerne einschalten. Achte dabei jedoch darauf, dass du Kabel bestmöglich hinter deinen Möbeln versteckst, damit die Unterkunft aufgeräumter aussieht.

perfektes Lict für die Ferienhaus-Fotografie
Das passende Licht erzeugt Stimmung in deinen Fotos und lässt deine Ferienwohnung hochwertig, gemütlich und offen wirken.

Wenn du auch im Winter viele Buchungen verzeichnest, kann es sich außerdem anbieten, eine weitere Fotosession speziell für jede Saison einzuplanen. Außenfotos solltest du dabei generell immer an einem schönen Tag mit blauem Himmel machen. Sommerfotos machst du am besten, wenn alles blüht, Winterfotos, wenn der beste Schnee liegt. Das wird durch den Klimawandel zwar leider immer schwieriger, dennoch gibt es ja ein paar wenige Regionen, in denen der Schnee noch für ein paar Tage liegen bleibt.

No-Gos beim Fotografieren deiner Ferienwohnung

Abschließend möchte ich dir noch die absoluten No-Gos an die Hand geben, die du unbedingt vermeiden solltest:

  • Unaufgeräumte Ecken sind tabu – das gilt auch im Garten.
  • Lichtreflexionen und überbelichtete Bereiche sollten nicht zu sehen sein.
  • Personen, die sich in Oberflächen spiegeln oder Schatten auf das Bild werfen, wirken unprofessionell und sollten unbedingt vermieden werden.
  • Autos, Schilder oder Mülltonnen sollten ebenfalls nicht auf deinen Fotos vorhanden sein.
  • Veraltete Fotos sollten aus dem Inserat entfernt werden. Zeige nach einer Umgestaltung, Sanierung oder Renovierung stets nur aktuelle Bilder.
  • Vermeide Fotos, die ausschließlich die Toilette zeigen, und lasse sie auf allen anderen Bildern zugeklappt.
  • Übertreibe es nicht mit der Nachbearbeitung, alles sollte möglichst natürlich und authentisch wirken.
  • Kabel sollten auf den Fotos ebenfalls nicht frei herumliegen.


Mein Fazit: Ferienwohnung selbst fotografieren macht Sinn, aber tatsächlich nicht immer

Mit den oben genannten Tipps, einem planvollen Vorgehen, der richtigen Technik und vor allem ausreichend viel Zeit, kannst du deine Ferienwohnung in jedem Fall selbst fotografieren und dabei schöne Ergebnisse erzielen. Unterschätze allerdings nicht das notwendige Know-how und den Aufwand, den gute Fotos mit sich bringen. Wenn du dir das Projekt gar nicht zutraust oder die Zeit einfach nicht übrig hast, engagiere lieber einen Fotograf und konzentriere deine Energie auf andere Aspekte der Vermarktung deiner Ferienwohnung. Du musst nicht alles selbst machen. Die Geldausgabe für einen professionellen Fotografen sehen wir als eine sehr sinnvolle Investition an, die dir längerfristig mehr Buchungen verspricht. Da du deine Unterkunft ja in der Regel auch nicht jedes Jahr neu renovierst, kannst du dich direkt mehrere Jahre über die hochwertigen Aufnahmen freuen.

Gerne sprechen wir dir auch eine Empfehlung aus, solltest du aktuell einen Fotografen suchen. Wir arbeiten stets mit diversen Fotografen zusammen, die sich auf Ferienwohnungen und Ferienhäuser spezialisiert haben und können auf Basis unserer Erfahrungen sehr gute Empfehlungen aussprechen. Ganz persönlich stelle ich fest, dass ein professionelles Fotoshooting wirklich gelernt sein muss, um bestmögliche und herausragende Ergebnisse zu erzielen. Nur sehr selten haben wir im Rahmen unserer Projekte selbsterstelltes Bildmaterial von Vermietern und Gastgebern erhalten, das wirklich beeindruckend war.

Häufig gestellte Fragen zum Thema

Die Suche über Google (Google Maps) sollte dir eine Auflistung über Fotografen geben, die in deiner Region bzw. der deiner Ferienunterkunft tätig sind. Hier solltest du darauf achten, dass sich die Fotografen mit Objektfotografie – bestenfalls sogar Ferienimmobilien – auskennen. In den Referenzen oder Gallerien der jeweiligen Anbieter solltest du einen guten ersten Einblick über bisherige Projekte erhalten. Darüber hinaus gibt es auch deutschlandweit Fotografen, die sich auf die Fotografie von Ferienimmobilien spezialisiert haben. Gegen Übernahme der Fahrtkosten nehmen diese auch gerne weite Wege in Kauf, um für dich die perfekten Fotos zu schießen. 

Wir haben in den vergangenen Jahren mit mehreren Experten zusammengearbeitet und können dir auf Nachfrage eine Empfehlung für deinen Standort aussprechen.

Primär ist dies von der Größe deiner Unterkunft abhängig. Jeder Raum sollte mindestens einmal abgelichtet werden. Besser sind jedoch Fotos aus mehreren Perspektiven, um einen besseren Eindruck vom Raum und dessen Größe zu erhalten. Für eine Ferienwohnung solltest du mindestens 20 Fotos haben. Wenn die Unterkunft besondere Merkmale (Kamin, Terrasse, besondere Einrichtungsgegenstände, etc.) aufweist, können es gerne mehr sein.

Der Preis für deine Aufnahmen/den Fotografen setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Anzahl Fotos/Objektgröße
    Je größer deine Unterkunft ist, desto mehr Räume müssen abgelichtet werden. Der Aufbau der Belichtung und das Ausrichten der Kamera benötigt hier am meisten Zeit.
  • Nutzungsrechte
    Für das Verwenden der Bilder in Print und Digital zahlst du eine Nutzungsgebühr. Achte darauf, für welche Zwecke du die Bilder mit der vereinbarten Genehmigung verwenden darfst.
  • Dekoration/Requisiten
    Du möchtest deine Unterkunft vorab passend vom Fotografen dekoriert bekommen? Diese Zusatzleistung kostet in der Regel extra.
  • Umgebungsfotos
    Zusätzliche Bilder von der Umgebung rund um deine Ferienunterkunft kosten oft extra, können deine Inserate oder deine Website aber zusätzlich bereichern.
  • Bildbearbeitung
    Du möchtest deinen Bildern den letzten Feinschliff geben, bevor sie bei diversen Unterkunftsportalen im Netz landen? Der Fotograf hilft dir hier auf Nachfrage bestimmt gerne aus.

Für einen professionellen Fotografen zahlst du damit zwischen 400 – 1500 Euro für eine Ferienwohnung. Bei mehreren Objekten bekommt man meist einen kleinen Rabatt gewährt.

Der beste Zeitpunkt für die Unterkunftsaufnahmen liegt zwischen Frühjahr und Herbst. Hier ist es draußen meist freundlich und hell und die Wahrscheinlichkeit, einen sonnigen Tag zu erwischen, ist relativ hoch. Je nach Ausrichtung deiner Unterkunft (N,O,S,W) solltest du die Tageszeit für deine Aufnahmen bestimmen. In der Regel ist der frühe Morgen oder späte Nachmittag am besten für Fotos geeignet. Nutze gerne den Sonnenauf- und Sonnenuntergang, um weitere eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen.

Hier sind die Gegebenheiten deiner Unterkunft ausschlaggebend. Deine Unterkunft verfügt beispielsweise über sehenswerte hohe Decken oder einen offenen Wohnbereich? Dann wäre es doch klasse, wenn die Raumwirkung auch auf deinen Bildern transportiert werden könnte. Hier sollte dann ein Bildformat gewählt werden, welches die Besonderheiten deiner Ferienwohnung abgelichtet bekommt. Die am häufigsten verwendeten Formate sind 4:3, 16:10 oder 16:9. Achte jedoch darauf, dass das Format während des Shootings einheitlich bleibt, um Problemen bei der späteren Verwendung in Bildergalerien auf Websites oder in Inseraten vorzubeugen.

Für viele professionelle Fotografen ist es mittlerweile ausreichend, wenn sie am Tag des Shootings einen Zugang zu der zu fotografierenden Unterkunft erhalten. Du musst also nicht zwangsläufig vor Ort sein, damit die Unterkunft abgelichtet wird. Wenn du die Ferienwohnung jedoch mit deinen eigenen Requisiten dekorieren möchtest, ist ein Treffen vor Ort empfehlenswert. 

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