
Du spielst mit dem Gedanken, deine Ferienwohnung zu vermieten, oder fragst dich, ob Kurzzeitvermietung am Ende wirklich mehr bringt als die klassische Dauervermietung? Der spannende Teil kommt oft erst später: die ehrliche Rechnung. Genau hier setzt dieser Beitrag an. Ich bin Oliver und begleite seit vielen Jahren private und gewerbliche Vermieter dabei, ihre Kurzzeitvermietung sauber aufzustellen. Jedes Jahr, so auch in 2026 taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Wie lässt sich die Rendite realistisch berechnen, ohne sich etwas schönzurechnen? Genau darum geht es hier, Schritt für Schritt und ohne Verkaufsblabla.
Diverse Airbnb-Coaches in Sozialen Netzwerken locken mit hohen Renditen. In der Praxis sieht es oft nüchterner aus, sobald man genauer hinschaut. Kosten, Regeln und Zeitaufwand summieren sich, und Dinge wie Reinigung, Verwaltung oder Leerstand werden im Alltag gern übersehen. In diesem Beitrag zeige ich, wie sich die Rendite einer Ferienimmobilie sauber und nüchtern berechnen lässt, ohne Abkürzungen. Wir vergleichen Kurzzeit- und Dauervermietung mit echten Zahlen aus Deutschland, sprechen über Chancen, Risiken und Zielgruppen und schauen, welches Modell besser zum eigenen Alltag passt. Außerdem erhältst du praktische Tipps, wie du deine Kalkulation verbessern kannst. Ohne Schönrechnen.
Wenn von Rendite gesprochen wird, geht es meist um mehr als nur die Mieteinnahmen auf dem Konto. Am Ende zählt, was nach allen Ausgaben wirklich übrig bleibt, und genau hier rechnen viele etwas zu optimistisch. Rendite beschreibt das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Kapital und dem Gewinn pro Jahr. Klingt simpel, wird bei Ferienwohnungen aber schnell kompliziert.
Ja, besonders interessant ist die Kurzzeitvermietung. Pro Nacht lassen sich oft höhere Preise erzielen, teils deutlich. Gleichzeitig steigen die laufenden Kosten. Reinigung, Wäsche, Buchungsportale, Verwaltung und Reparaturen fallen regelmäßig an und summieren sich schneller als gedacht. Marktanalysen zeigen, dass diese Betriebskosten nicht selten bei rund 20 bis 30 Prozent des Umsatzes liegen. Quelle: AirDNA Marktberichte, https://www.airdna.co/blog/ferienwohnung-deutschland.

“Bei der Dauervermietung” läuft vieles ruhiger ab. Die Einnahmen sind meist stabiler und besser planbar, große Sprünge nach oben gibt es aber selten. Was dabei oft vergessen wird: Rücklagen für Leerstand oder spätere Renovierungen sind häufig zu knapp oder fehlen ganz.
Ein Punkt, der ebenfalls unterschätzt wird, ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite. Steuern, Finanzierungskosten und Abschreibungen können zwei ähnliche Wohnungen am Ende sehr unterschiedlich aussehen lassen.
Unterm Strich ist Rendite ziemlich individuell. Lage, Objekt, Zielgruppe und auch der eigene Zeitaufwand machen meist den größten Unterschied.
Interessant wird es 2026 vor allem deshalb, weil viele Marktexperten weiterhin mit Wachstum rechnen. Das liegt meist an der stabilen Nachfrage in Städten. Der Deutsche Ferienhausverband rechnet mit rund 5 bis 8 Prozent Marktwachstum pro Jahr, also deutlich mehr als ein kleines Plus. Quelle: Deutscher Ferienhausverband Marktstudien. Klingt erstmal gut. Und ja, in vielen Fällen fühlt es sich auch schon so an.
Allerdings, wie sehen die Zahlen abseits von schicken Präsentationen aus? Ein realistisches Beispiel aus einer Großstadt wie Köln zeigt, wie es im Alltag oft läuft. Die durchschnittlichen Tagespreise liegen bei etwa 100 bis 105 Euro. Die Auslastung bewegt sich häufig um die 70 Prozent, was am Ende rund 260 gebuchte Nächte pro Jahr bedeutet. Das sind echte Erfahrungswerte, keine Rechenmodelle.
Spannender als die große Zahl ist das, was danach übrig bleibt. Aus diesen Werten ergibt sich ein Bruttoumsatz von etwa 25.000 Euro im Jahr. Ohne die Kosten mitzudenken, führt diese Zahl aber schnell zu falschen Erwartungen, und genau das passiert in der Praxis ziemlich oft.
| Kennzahl | Typischer Wert pro Jahr |
|---|---|
| Bruttoumsatz | ca. 25.000 € |
| Betriebskosten | 5.000, 7.500 € |
| Netto vor Steuern | 17.500, 20.000 € |
Nicht eingerechnet sind Finanzierungskosten, Rücklagen für Möbel, saisonale Leerzeiten oder kleinere Reparaturen. Gerade diese Punkte entscheiden häufig, ob sich das Modell über Jahre trägt.
Am Ende bleiben meist 4,5 bis 7 Prozent Nettorendite, stark abhängig von Eigenkapital und Kreditstruktur. Solide, aber kein Selbstläufer. Mein Expertentipp: Mit dynamischen Preisen, zum Beispiel höheren Wochenend- oder Messepreisen, lassen sich oft 10 bis 20 Prozent mehr Umsatz erzielen. Manchmal reicht schon ein angepasster Messepreis im Frühjahr. Mehr Infos und Tools zu diesem Thema findest du im Vermieter-Guide.
Auf den ersten Blick wirkt die Dauervermietung angenehm ruhig: ein fester Mieter, regelmäßige Zahlungen, klare Abläufe und meist wenig Leerstand. Das fühlt sich für viele sicher an, fast schon beruhigend. Genau darin liegt oft die Stärke, aber auch die Grenze dieses Modells. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen und die Zahlen wirklich sauber durchzurechnen.
In vielen Städten liegt die Nettomietrendite aktuell bei etwa 2 bis 4 Prozent (Quelle: Statistische Landesämter und Destatis, https://www.destatis.de). Diese nüchternen Werte zeigen klar, dass steigende Zinsen und mehr Regulierung die Rendite oft spürbar drücken, etwas, das viele vorher nicht einplanen.
Der Verwaltungsaufwand ist meist überschaubar, was ein klarer Pluspunkt ist. Gleichzeitig bleibt finanziell oft wenig Spielraum. Mieterhöhungen sind stark begrenzt, und Modernisierungen kosten erst einmal Geld. Auch die Flexibilität leidet: Wenn du später selbst einziehen oder verkaufen willst, machen Kündigungsfristen und Mieterschutz den Prozess oft komplizierter als erwartet.
Für 2026 rückt ein Thema klar in den Mittelpunkt: Rechtssicherheit. Sie entscheidet oft früher über die Rendite, als viele denken. Die neue EU‑Verordnung zur Kurzzeitvermietung wird ab Mai 2026 über nationale Gesetze umgesetzt, und die Folgen sind schon jetzt zu merken. Städte wie Berlin, München, Köln oder Hamburg ziehen die Regeln bereits an, je nach Stadt unterschiedlich streng, aber meist konsequent.
Ohne Registrierungsnummer geht kein Inserat mehr auf Airbnb, Booking, FeWo‑direkt oder Vrbo online. Airbnb und Booking prüfen dabei besonders genau, andere Plattformen reagieren eher über Nachmeldungen. Verstöße können schnell teuer werden: In manchen Städten drohen Bußgelder bis in den sechsstelligen Bereich. Quelle: Deutscher Bundestag, Tourismusausschuss, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw46-pa-tourismus-1117392.
Zweckentfremdungssatzungen und feste Vermietungsgrenzen drücken die Rendite direkt. Gute rechtliche Beratung spart hier oft Zeit, Nerven und am Ende auch Geld. Mein klarer Rat: Die Genehmigung vor der ersten Buchung klären. In Berlin führt ein fehlender Antrag sonst schnell zu Stress, Unsicherheit und einem echten Kostenrisiko.
Jetzt wird’s praktisch: kurz und ohne viel Drumherum. Diese Punkte sieht man immer wieder bei erfolgreichen Vermietern, egal ob am Anfang oder mit Erfahrung.
1. Digitalisierung spart bares Geld. Automatisierte Gästekommunikation nimmt oft Stress ab. Digitale Meldescheine und Rechnungen sparen Zeit, senken Fehler und kommen bei Gästen professionell an. Mehr Tipps und Vorlagen findest du hier: Mustervorlagen und Checklisten.
2. Prozesse sauber verknüpfen. Wenn Buchungstool, Kalender und Abrechnung gut zusammenspielen, läuft vieles im Hintergrund und entlastet den Alltag deutlich, das spart Geld.
3. Eigene Website aufbauen. Direktbuchungen sparen 12 bis 18 Prozent Provision. Über Monate wird das schnell zum Renditefaktor, besonders bei Stammgästen.
4. Bewertungen aktiv managen. Gute Bewertungen steigern messbar die Buchungsrate und schaffen Spielraum beim Preis. Schon 0,2 Sterne mehr bringen oft zusätzlichen Umsatz.
Interessant wird es meist dort, wo Kurzzeitvermietung aktiv gesteuert wird. Sie passt besonders zu Vermietern, die gern Abläufe verbessern oder vieles automatisieren. Wenn Technik Spaß macht und man gern etwas ausprobiert, geht es oft um schnellere Antworten, flexible Preise und eine bessere Auslastung. In vielen Fällen bringt das mehr Umsatz pro Nacht, auch wenn der Aufwand steigt.
Dauervermietung fühlt sich dagegen oft besser an, wenn wenig Zeit da ist oder Regeln Kurzzeitmodelle bremsen, was häufiger vorkommt, als man denkt. Sicherheitsorientierte Anleger mögen die Ruhe, feste Einnahmen und den klaren Aufwand.
Am Ende zählen die eigenen Ziele. Geht es um maximale Rendite, wenig Arbeit oder langfristige Stabilität ohne ständiges Nachjustieren? Aus meiner Sicht ergibt sich daraus meist ganz von selbst das Modell, das im Alltag wirklich passt.
So startest du: Vom Jahresumsatz ziehst du alle laufenden Kosten ab, am Ende teilst du den Gewinn durch dein eingesetztes Kapital (eigentlich simpel). Zusätzlich plane Rücklagen realistisch und rechne übers Jahr auch mit Leerstand.
So ja, 2026 ist Kurzzeitvermietung meist noch erlaubt, aber oft nur mit Registrierung, bzw. Regulierung und je nach Stadt auch nur mit Genehmigung.
Viele unterschätzen den Zeitaufwand, Reparaturen, die Einrichtung und Leerzeiten zwischen Buchungen . Häufig fehlen auch Versicherungen und Gebühren von Zahlungsanbietern, die gehen in der Kalkulation leicht unter.
Ja, das geht jederzeit. Vermieter richten sich oft nach dem Markt: Läuft es gut, eher kurz-, sonst auch langfristig, flexibel je nach Bedarf.
Das Wichtigste gleich am Anfang: 2026 trennt klarer als früher zwischen Vermieten als Hobby und einem wirklich durchdachten Ansatz. Wer seine Ferienwohnung erfolgreich vermieten möchte, kommt meist an einer ehrlichen Renditeberechnung nicht vorbei. Kurzzeitvermietung bringt oft mehr Geld als Dauervermietung, zumindest in vielen Situationen. Das klappt aber nur, wenn alles sauber organisiert ist, mit realistischen Preisen, rechtlicher Klarheit und Abläufen, die dir Zeit sparen.
Mein Tipp an dich: lieber vorsichtig rechnen, gut planen und dir bewusst Zeit für die Entscheidung nehmen. Das zahlt sich oft aus.
Die Suche über Google (Google Maps) sollte dir eine Auflistung über Fotografen geben, die in deiner Region bzw. der deiner Ferienunterkunft tätig sind. Hier solltest du darauf achten, dass sich die Fotografen mit Objektfotografie – bestenfalls sogar Ferienimmobilien – auskennen. In den Referenzen oder Galerien der jeweiligen Anbieter solltest du einen guten ersten Einblick über bisherige Projekte erhalten. Darüber hinaus gibt es auch deutschlandweit Fotografen, die sich auf die Fotografie von Ferienimmobilien spezialisiert haben. Gegen Übernahme der Fahrtkosten nehmen diese auch gerne weite Wege in Kauf, um für dich die perfekten Fotos zu schießen. Wir haben in den vergangenen Jahren mit mehreren Experten zusammengearbeitet und können dir auf Nachfrage eine Empfehlung für deinen Standort aussprechen.
Primär ist dies von der Größe deiner Unterkunft abhängig. Jeder Raum sollte mindestens einmal abgelichtet werden. Besser sind jedoch Fotos aus mehreren Perspektiven, um einen besseren Eindruck vom Raum und dessen Größe zu erhalten. Für eine Ferienwohnung solltest du mindestens 20 Fotos haben. Wenn die Unterkunft besondere Merkmale (Kamin, Terrasse, besondere Einrichtungsgegenstände, etc.) aufweist, können es gerne mehr sein.
Der Preis für deine Aufnahmen/den Fotografen setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
Anzahl Fotos/Objektgröße
Je größer deine Unterkunft ist, desto mehr Räume müssen abgelichtet werden. Der Aufbau der Belichtung und das Ausrichten der Kamera benötigt hier am meisten Zeit.
Nutzungsrechte
Für das Verwenden der Bilder in Print und Digital zahlst du eine Nutzungsgebühr. Achte darauf, für welche Zwecke du die Bilder mit der vereinbarten Genehmigung verwenden darfst.
Dekoration/Requisiten
Du möchtest deine Unterkunft vorab passend vom Fotografen dekoriert bekommen? Diese Zusatzleistung kostet in der Regel extra.
Umgebungsfotos
Zusätzliche Bilder von der Umgebung rund um deine Ferienunterkunft kosten oft extra, können deine Inserate oder deine Website aber zusätzlich bereichern.
Bildbearbeitung
Du möchtest deinen Bildern den letzten Feinschliff geben, bevor sie bei diversen Unterkunftsportalen im Netz landen? Der Fotograf hilft dir hier auf Nachfrage bestimmt gerne aus.
Für einen professionellen Fotografen zahlst du damit zwischen 400 – 1500 Euro für eine Ferienwohnung. Bei mehreren Objekten bekommt man meist einen kleinen Rabatt gewährt.
Der beste Zeitpunkt für die Unterkunftsaufnahmen liegt zwischen Frühjahr und Herbst. Hier ist es draußen meist freundlich und hell und die Wahrscheinlichkeit, einen sonnigen Tag zu erwischen, ist relativ hoch. Je nach Ausrichtung deiner Unterkunft (N,O,S,W) solltest du die Tageszeit für deine Aufnahmen bestimmen. In der Regel ist der frühe Morgen oder späte Nachmittag am besten für Fotos geeignet. Nutze gerne den Sonnenauf- und Sonnenuntergang, um weitere eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen.
Hier sind die Gegebenheiten deiner Unterkunft ausschlaggebend. Deine Unterkunft verfügt beispielsweise über sehenswerte hohe Decken oder einen offenen Wohnbereich? Dann wäre es doch klasse, wenn die Raumwirkung auch auf deinen Bildern transportiert werden könnte. Hier sollte dann ein Bildformat gewählt werden, welches die Besonderheiten deiner Ferienwohnung abgelichtet bekommt. Die am häufigsten verwendeten Formate sind 4:3, 16:10 oder 16:9. Achte jedoch darauf, dass das Format während des Shootings einheitlich bleibt, um Problemen bei der späteren Verwendung in Bildergalerien auf Websites oder in Inseraten vorzubeugen.
Für viele professionelle Fotografen ist es mittlerweile ausreichend, wenn sie am Tag des Shootings einen Zugang zu der zu fotografierenden Unterkunft erhalten. Du musst also nicht zwangsläufig vor Ort sein, damit die Unterkunft abgelichtet wird. Wenn du die Ferienwohnung jedoch mit deinen eigenen Requisiten dekorieren möchtest, ist ein Treffen vor Ort empfehlenswert.


Du möchtest auf deiner Website die Belegzeiten deiner Ferienwohnung oder deines Ferienhauses darstellen und zuverlässig neue Gästeanfragen oder Direktbuchungen erhalten? Dann lass dich von uns bezüglich deines Webauftritts beraten. Wir haben schon über 200 Vermieter-Websites erstellt und finden garantiert auch für dich die perfekte Lösung!


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