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Ferienhaus an der Ostsee kaufen | Lohnt sich das noch?

Ein Ferienhaus an der Ostsee kaufen – lohnt sich das noch? Die Region boomt, die Nachfrage steigt und sinkende Kaufpreise treffen auf wachsende Mietrenditen. Klingt verlockend. Doch Klimawandel, Kriegsaltlasten auf dem Meeresgrund und drohende Zweckentfremdungsverbote trüben das Bild. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Chancen und Risiken ehrlich und hilft dir, eine fundierte Entscheidung für oder gegen eine Investition in der Ostseeregion zu treffen.

Rechtlicher Hinweis

Bitte beachte! Der Artikel stellt in keiner Weise eine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Die Informationen erhältst du hier lediglich aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung als Vermieter-Coach.

Ein eigenes Ferienhaus an der Ostsee ist für viele Menschen ein Traum. Gleichzeitig sehen viele Käufer darin auch eine mögliche Kapitalanlage. Doch viele Interessenten stellen sich heute eine wichtige Frage:

Lohnt es sich noch, ein Ferienhaus an der Ostsee zu kaufen?

Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: Kaufpreis, Lage, Auslastung, Vermietungskonzept und Finanzierung.

Grundsätzlich gilt jedoch: Die Nachfrage nach Ferienimmobilien in Deutschland ist weiterhin hoch. Ferienhäuser und Ferienwohnungen gehören zu den beliebtesten touristischen Unterkunftsformen. Auch der Deutsche Ferienhausverband beschreibt Ferienunterkünfte als einen stark wachsenden Bereich im Tourismusmarkt.

Lohnt sich ein Ferienhaus an der Ostsee noch?

Kurz gesagt: Ja – aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Ein Ferienhaus an der Ostsee kann sich weiterhin lohnen, wenn mehrere Faktoren stimmen:

  • die Immobilie liegt in einer beliebten Ferienregion
  • der Kaufpreis passt zur möglichen Auslastung
  • eine Vermietung an Feriengäste möglich ist
  • laufende Kosten realistisch kalkuliert werden

Viele Ferienimmobilien erreichen Bruttorenditen von etwa 3 % bis 6 % pro Jahr, wenn Lage und Vermietung stimmen.

Ein Ferienhaus an der Ostsee kaufen lohnt sich aufgrund der vielen Gäste und sinkenden Preise
Vor allem in der Hauptsaison ist die Nachfrage nach Ferienunterkünften an der Ostsee besonders hoch und bietet eine gute Grundlage für ein Vermieterbusiness.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise an der Ostsee?

Die Immobilienpreise an der Ostsee sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Beliebte Regionen sind unter anderem:

  • Rügen
  • Usedom
  • Fehmarn
  • Kühlungsborn

In guten Lagen liegen die Preise für Ferienimmobilien häufig zwischen 400.000 € und über 1 Million Euro. Quadratmeterpreise können teilweise 4.000 bis 10.000 € pro Quadratmeter erreichen.

Beispiel: Immobilienpreise in beliebten Ostseeregionen

Region Preis pro m²
Rügen 4.700 – 7.000 €
Usedom 4.000 – 10.000 €
Fehmarn 4.500 – 8.000 €

Beliebte Orte für Ferienhäuser an der Ostsee

Nicht jede Region entwickelt sich gleich.

Rügen

Die größte deutsche Insel gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen.

Usedom

Bekannt für lange Sandstrände und historische Kaiserbäder.

Fehmarn

Beliebt bei Wassersportlern und Familien.

Kühlungsborn

Eines der bekanntesten Seebäder an der deutschen Ostseeküste.

Entwicklung des Marktes für Ferienimmobilien

Der Markt für Ferienimmobilien wächst seit Jahren.

Der Deutsche Ferienhausverband weist darauf hin, dass Ferienunterkünfte eine immer größere Rolle im deutschen Tourismus spielen.

Digitale Plattformen wie Airbnb oder Booking.com haben die Vermietung zusätzlich erleichtert.

Wie hoch ist die mögliche Rendite?

Viele Käufer sehen ein Ferienhaus an der Ostsee als Kapitalanlage.

Typische Bruttomietrenditen liegen häufig zwischen 3 % und 6 % pro Jahr.

Die Rendite hängt stark ab von:

  • Kaufpreis
  • Auslastung
  • Preis pro Nacht
  • laufenden Kosten

Lese auch meine Tipps zum Thema: Rendite berechnen für Ferienwohnungen

Beispielrechnung: Einnahmen mit einem Ferienhaus

Angenommen ein Ferienhaus erzielt durchschnittlich 150 € pro Nacht.

Vermietungstage Ø Preis pro Nacht Jahresumsatz
120 Tage 150 € 18.000 €
150 Tage 150 € 22.500 €
180 Tage 150 € 27.000 €

Lese auch meinen Artikel zum Thema: Durchschittliche Auslastung

Ist ein Ferienhaus an der Ostsee eine gute Kapitalanlage?

Viele Käufer sehen Ferienimmobilien nicht nur als Urlaubsdomizil, sondern als langfristige Kapitalanlage.

Ein Ferienhaus kann mehrere Vorteile bieten:

  • zusätzliche Mieteinnahmen durch Feriengäste
  • mögliche Wertsteigerung der Immobilie
  • teilweise Eigennutzung

Entscheidend ist jedoch, ob sich die Immobilie wirtschaftlich rechnet.

Lese auch meinen Artikel zum Thema: Die Ferienimmobilie als Kapitalanlage

Kosten beim Kauf eines Ferienhauses

Neben dem Kaufpreis entstehen zusätzliche Kosten.

Kaufnebenkosten

Beim Immobilienkauf entstehen:

  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
  • Maklerprovision

Diese können insgesamt 10–15 % des Kaufpreises betragen.

Laufende Kosten

Auch nach dem Kauf entstehen Kosten:

  • Instandhaltung
  • Versicherung
  • Reinigung
  • Energie
  • Verwaltung

Vorteile eines Ferienhauses an der Ostsee

Beliebte Urlaubsregion

Die Ostsee gehört zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands.

Ganzjährige Nachfrage

Viele Regionen profitieren von:

  • Sommerurlaub
  • Kurzurlaub
  • Wellnessurlaub
  • Feiertagsreisen

Eigennutzung

Viele Eigentümer nutzen ihr Ferienhaus selbst und vermieten es den Rest des Jahres.

Lese auch meinen Beitrag zum Thema: Eigennutzzung und Teilnutzung

Risiken beim Kauf eines Ferienhauses an der Ostsee

Neben den Chancen sollten Käufer auch Risiken berücksichtigen.

Ostsee mit negativen Veränderungen durh Klimawandel und Kriegslasten
Die negativen Veränderungen der Ostsee, die durch den Klimawandel immer weiter voranschreiten, können in naher Zukunft auch den Tourismus an der Ostsee beeinflussen.

Klimawandel

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie weist darauf hin, dass steigende Temperaturen Veränderungen im Ökosystem der Ostsee verursachen können.

Altlasten im Meer

Ein Problem für Natur und Mensch sind die Kriegsaltlasten auf dem Meeresgrund. Rund 1,6 Millionen Tonnen Munition und 5.000 Tonnen chemische Kampfstoffe sollen laut Umweltbundesamt in Nord- und Ostsee versenkt worden sein. (Quelle: Umweltbundesamt) Und das belastet die Umwelt sehr stark. Die Folgen sind verheerend: Verunreinigung des Wassers, Schädigung der Meereslebewesen und Gefahren für die Menschen, die das Meer nutzen. Maßnahmen zur Beseitigung dieser Altlasten sind zwar konzipiert worden und werden auch vereinzelt bei Bauprojekten oder bei der Gefährdung der Schifffahrt entfernt, eine komplette Entlastung ist jedoch noch nicht in Sicht. Somit bleiben diese Gefahren weiterhin bestehen und machen die Ostsee für den Tourismus unattraktiv.

Neue Gesetze für Ferienwohnungen

Einige Regionen diskutieren Maßnahmen wie:

  • Zweckentfremdungsverbote
  • Genehmigungspflichten
  • Wohnraumschutzgesetze

Checkliste für Käufer

Vor dem Kauf sollten Käufer prüfen:

  • touristische Nachfrage
  • mögliche Auslastung
  • Vermietungspreise
  • laufende Kosten
  • lokale Vorschriften

Wo findet man Angebote für Ferienhäuser an der Ostsee?

Wer ein Ferienhaus an der Ostsee kaufen möchte, sollte mehrere Quellen nutzen.

Immobilienportale

Portal Besonderheit
Immobilienscout24 größtes Immobilienportal in Deutschland
Immowelt viele Angebote in Ferienregionen
Immonet große Auswahl an Immobilienangeboten

Regionale Makler

Regionale Makler kennen den lokalen Markt oft sehr gut.

Projektentwickler

Neue Ferienanlagen werden häufig direkt von Projektentwicklern verkauft.

Direktverkauf

Manchmal verkaufen Eigentümer Immobilien direkt.

Tipps für den Kauf eines Ferienhauses an der Ostsee

Lage prüfen

Die Lage ist entscheidend für Vermietbarkeit und Wertentwicklung.

Vermietbarkeit analysieren

Mehr zum Thema findest du in der Kategorie unseres Vermieterguides unter Kauf & Finanzierung

Kosten realistisch kalkulieren

Neben dem Kaufpreis entstehen laufende Kosten.

Vorschriften prüfen

In manchen Regionen gelten Einschränkungen für Ferienvermietungen.

Fazit

Ein Ferienhaus an der Ostsee kann sich weiterhin lohnen – besonders in guten Lagen mit hoher Nachfrage.

Entscheidend sind:

  • Kaufpreis
  • Lage
  • Vermietbarkeit
  • Auslastung

Was hältst du von der Nordsee? Lese hierzu meinen Artikel: Ferienhaus an der Nordsee kaufen – Standorte, Preise, Rendite und worauf es wirklich ankommt

Häufig gestellte Fragen

Ein Ferienhaus kann sich weiterhin lohnen, wenn Lage, Auslastung und Kaufpreis passen.

Viele Ferienhäuser kosten zwischen 400.000 € und über 1 Million Euro.

Beliebte Regionen sind Rügen, Usedom, Fehmarn und Kühlungsborn.

Viele Ferienimmobilien erreichen etwa 120 bis 180 Vermietungstage pro Jahr, abhängig von Lage und Ausstattung.

Zu den laufenden Kosten gehören: - Instandhaltung - Versicherung - Reinigung - Energie - Verwaltung

Banken verlangen häufig 20–30 % Eigenkapital plus 10–15 % Kaufnebenkosten.

Zuletzt aktualisert am
19/3/2026

Häufig gestellte Fragen zum Thema

Die Suche über Google (Google Maps) sollte dir eine Auflistung über Fotografen geben, die in deiner Region bzw. der deiner Ferienunterkunft tätig sind. Hier solltest du darauf achten, dass sich die Fotografen mit Objektfotografie – bestenfalls sogar Ferienimmobilien – auskennen. In den Referenzen oder Galerien der jeweiligen Anbieter solltest du einen guten ersten Einblick über bisherige Projekte erhalten. Darüber hinaus gibt es auch deutschlandweit Fotografen, die sich auf die Fotografie von Ferienimmobilien spezialisiert haben. Gegen Übernahme der Fahrtkosten nehmen diese auch gerne weite Wege in Kauf, um für dich die perfekten Fotos zu schießen. Wir haben in den vergangenen Jahren mit mehreren Experten zusammengearbeitet und können dir auf Nachfrage eine Empfehlung für deinen Standort aussprechen.

Primär ist dies von der Größe deiner Unterkunft abhängig. Jeder Raum sollte mindestens einmal abgelichtet werden. Besser sind jedoch Fotos aus mehreren Perspektiven, um einen besseren Eindruck vom Raum und dessen Größe zu erhalten. Für eine Ferienwohnung solltest du mindestens 20 Fotos haben. Wenn die Unterkunft besondere Merkmale (Kamin, Terrasse, besondere Einrichtungsgegenstände, etc.) aufweist, können es gerne mehr sein.

Der Preis für deine Aufnahmen/den Fotografen setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

Anzahl Fotos/Objektgröße
Je größer deine Unterkunft ist, desto mehr Räume müssen abgelichtet werden. Der Aufbau der Belichtung und das Ausrichten der Kamera benötigt hier am meisten Zeit.

Nutzungsrechte
Für das Verwenden der Bilder in Print und Digital zahlst du eine Nutzungsgebühr. Achte darauf, für welche Zwecke du die Bilder mit der vereinbarten Genehmigung verwenden darfst.

Dekoration/Requisiten
Du möchtest deine Unterkunft vorab passend vom Fotografen dekoriert bekommen? Diese Zusatzleistung kostet in der Regel extra.

Umgebungsfotos
Zusätzliche Bilder von der Umgebung rund um deine Ferienunterkunft kosten oft extra, können deine Inserate oder deine Website aber zusätzlich bereichern.

Bildbearbeitung
Du möchtest deinen Bildern den letzten Feinschliff geben, bevor sie bei diversen Unterkunftsportalen im Netz landen? Der Fotograf hilft dir hier auf Nachfrage bestimmt gerne aus.

Für einen professionellen Fotografen zahlst du damit zwischen 400 – 1500 Euro für eine Ferienwohnung. Bei mehreren Objekten bekommt man meist einen kleinen Rabatt gewährt.

Der beste Zeitpunkt für die Unterkunftsaufnahmen liegt zwischen Frühjahr und Herbst. Hier ist es draußen meist freundlich und hell und die Wahrscheinlichkeit, einen sonnigen Tag zu erwischen, ist relativ hoch. Je nach Ausrichtung deiner Unterkunft (N,O,S,W) solltest du die Tageszeit für deine Aufnahmen bestimmen. In der Regel ist der frühe Morgen oder späte Nachmittag am besten für Fotos geeignet. Nutze gerne den Sonnenauf- und Sonnenuntergang, um weitere eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen.

Hier sind die Gegebenheiten deiner Unterkunft ausschlaggebend. Deine Unterkunft verfügt beispielsweise über sehenswerte hohe Decken oder einen offenen Wohnbereich? Dann wäre es doch klasse, wenn die Raumwirkung auch auf deinen Bildern transportiert werden könnte. Hier sollte dann ein Bildformat gewählt werden, welches die Besonderheiten deiner Ferienwohnung abgelichtet bekommt. Die am häufigsten verwendeten Formate sind 4:3, 16:10 oder 16:9. Achte jedoch darauf, dass das Format während des Shootings einheitlich bleibt, um Problemen bei der späteren Verwendung in Bildergalerien auf Websites oder in Inseraten vorzubeugen.

Für viele professionelle Fotografen ist es mittlerweile ausreichend, wenn sie am Tag des Shootings einen Zugang zu der zu fotografierenden Unterkunft erhalten. Du musst also nicht zwangsläufig vor Ort sein, damit die Unterkunft abgelichtet wird. Wenn du die Ferienwohnung jedoch mit deinen eigenen Requisiten dekorieren möchtest, ist ein Treffen vor Ort empfehlenswert.

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Oliver Lehne
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Hallo liebe Regine, ich denke, dass einige Aspekte, die ich in diesem Artikel behandelt habe, auch übertragbar sind. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: Nordsee ist nicht gleich Ostsee. Der Klimawandel wird die Herausforderungen dennoch im Bereich Küstenschutz und Inselschutz in naher Zukunft auch an der Nordsee prägen. Einige Prognosen gehen ja davon aus, dass der Meeresspiegel der Nordsee bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu zu 110 cm steigen könnte. Man kann nur hoffen, dass die Vorsorge- und Apassungsstrategien ausreichend bemessen sind. Ich werde in naher Zukunft auch zu diesem Thema schreiben. Lieben Gruß - Oliver

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Regine
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Hallo Oliver, sehr interessanter Beitrag bezüglich der Ostsee- Ferienwhgen.... Wie schätzt du denn die Situatin an der Nordsee ein, speziell ostfriesische Inseln, ist das wohl vergleichbar oder welche spezielle Problematik siehst du da? Vielen Dank, Regine

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